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Adobe und die RAW-Story

Wie man den kundenunfreundlichen Softwaresupport von Adobe umgehen kann:
Digital Photo Professional, Lightroom und DNG-Konverter


Viele Besitzer einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografieren im RAW-Format. Dafür gibt es auch einige gute Gründe: nachträglicher Weißabgleich, bessere Korrekturmaßnahmen, höhere Detail-Auflösung, .
Sitzt man nach dem Shooting am Rechner, können jedoch einige Probleme auftreten. Die RAW-Dateien können nicht wie gewöhnliche JPEGs geöffnet werden, sondern müssen vor dem Betrachten oder Bearbeiten erst mit dem sog. RAW-Konverter umgewandelt werden. Die Kamerahersteller legen ihren Kameras zwar RAW-Konverter bei, wirklich gut sind diese meistens aber nicht. Alternativen sind hier gefragt.

Als Nutzer der Creative Suite von Adobe verwende ich zur Bildbearbeitung natürlich Photoshop CS - und das in der Version 4. Während sich die RAW-Dateien meiner alten Canon EOS 1000D mit Camera RAW (= eine "RAW-Konvertererweiterung" für PS) ohne Probleme öffnen lassen, ist dies bei den RAWs der Canon EOS 550D nicht mehr der Fall. Dies ist besonders ärgerlich, denn kurz nach dem Erscheinen der 550D hat Adobe ein Update für Camera RAW herausgebracht - natürlich nur lauffähig unter PS CS5. Adobe will die Kunden damit zum Kauf der neuen Photoshop-Version bewegen. Dieser Kauf ist ein nicht ganz billiges und vor allem aus der Sicht der Käufer völlig unnötiges "Vergnügen". So sieht Kundenfreundlichkeit nicht aus.

Wer diese Strategie nicht fördern will, muss zu anderen Methoden greifen: Das ausschließliche Fotografieren im JPEG-Modus ist mit Sicherheit keine Lösung.

Die Alternativen:

Digital Photo Professional von Canon


(Screenshot)

RAW-Dateien mit Canons Digital Photo Professional öffnen, bearbeiten und an Photoshop übertragen. (DPP ist kostenlos und bei jeder Canon EOS dabei)
Meine Meinung: Da ich DPP nichts abgewinnen kann, ist dies für mich keine befriedigende Lösung.


Lightroom von Adobe


(Screenshot Webseite Adobe)

Lightroom kann in der neuesten Version (3.x) die RAWs der Canon EOS 550D öffnen. Natürlich würde durch den Kauf von Lightroom Adobes Plan aufgehen, allerdings nicht ganz. Lightroom kostet nur einen Bruchteil einer neuen Photoshopversion. (weniger als ein Drittel)
Meine Meinung: Eventuell werde ich auf Lightroom umsteigen. Allerdings nur, weil es eine prinzipiell gute Software ist.

DNG-Konverter von Adobe


(Screenshot)

DNG ist ein von Adobe eingeführtes Rohdatenformat. Neben der kompletten Softwarekollektion von Adobe, können auch viele andere Programme mit diesem Format umgehen. Der DNG-Konverter kann die RAW-Dateien der 550D in DNG-Dateien umwandeln. Diese lassen sich ohne Nachteile mit Photoshop CS 4 bearbeiten.
Meine Meinung: Vorerst werde ich den DNG-Konverter weiter benutzen. Die Dateien erst zu konvertieren, ist zwar etwas umständlich, aber immerhin kostenlos. Außerdem kann ich bei meinem Photoshop CS4-Workflow bleiben.

Trotz der gezeigten Lösungen würde ich Adobe dringend raten, aktuelle Camera RAW-Updates für alle Photoshopversionen herauszubringen. Dass Photoshop auch in älteren Versionen eine hervorragende und absolut geniale Software ist, sollte doch für die Produkte von Adobe sprechen und nicht dagegen.