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Egal wann, egal wo und egal womit - Fernsehen ist durch Sie zu jeder Zeit, an jedem Ort und auf jedem Gerät verfügbar. Die Mediatheken haben und werden das Fernsehen weiterhin maßgeblich verändern - sie sind das Fernsehen des 21. Jahrunderts. In diesem Test werden die verschiedenen Mediatheken der großen TV-Sender unter die Lupe genommen. Die Testkandidaten: Die Mediathek des Ersten, die ZDF-Mediathek, RTL Now, VOX Now, RTL II Now, Sat.1 Video, ProSieben Video, kabel eins Video.
Testkategorie 1: Das Programmangebot (50 Punkte)
Eine Mediathek sollte in erster Linie möglichst viele Sendungen des laufenden Programms anbieten. Kann man die Anzahl der Sendungen an einer Hand abzählen, werden nur die wenigsten Zuschauer damit zufrieden sein. Aus rechtlichen und finanziellen Gründen können jedoch nicht alle Sendungen von den TV-Sendern online gestellt werden. Bei den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender (Das Erste, ZDF, Dritte Programme) kommt zudem eine dritte Einschränkung hinzu: Wegen des Rundfunkstaatsvertrags wird die Verweildauer vieler Sendungen in den Mediatheken drastisch eingeschränkt.
Dies kann den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht angelastet werden und wird somit auch nicht negativ bewertet. Der größte Teil der Bewertung in dieser Kategorie bezieht sich auf das Programmangebot innerhalb einer Woche nach der Ausstrahlung.
Testkategorie 2: Bildqualität / Videostreaming (25 Punkte)
Die Bildqualität der abrufbaren Sendungen sollte "normalen" Ansprüchen genügen. Das heißt konkret: Die gute bis sehr gute Bildqualität des ausgestrahlten Fernsehprogramms muss nicht erreicht werden, die Video sollten allerdings einigermaßen viele Details darstellen können, nicht verwaschen wirken oder durch eine starke Blockbildung negativ auffallen. Durch effiziente Codecs lässt sich eine derartige Bildqualität bereits bei Bitraten unter 1 MBit pro Sekunde erreichen.
Videostreaming: Unter diesen Wertungspunkt fallen die Anzahl der angebotenen Bitraten, Videoformate und Player. Viele Nutzer können - mangels einer schnellen Internetverbindung - die Sendungen nicht mit einer hohen Bitrate ansehen. Deshalb sollten die Videos mit zwei oder drei Bitraten und unterschiedlichen Playern angeboten werden. Ebenfalls empfiehlt sich der Einsatz von Playern, die Sendungen vorspeichern können (buffern). Dadurch haben auch Nutzer langsamer Internetverbindungen die Chance, Videos mit höheren Bitraten - nach einer vermutlich längeren Ladezeit - anschauen zu können.
Testkategorie 3: Bedienung / Übersichtlichkeit (20 Punkte)
Dieser Punkt bewertet, ob die Mediathek übersichtlich gestaltet ist, sich intuitiv bedienen lässt und Sendungen ohne langes Suchen auffindbar sind.
Testkategorie 4: Zusatzinformationen (5 Punkte)
Zu jeder Sendung sollten im Optimalfall einige Zusatzinformationen vorhanden sein: Infotexte, Making-Of-Videos oder Bilder.
Das fließt nicht in die Wertung mit ein:
- Inhalt und Qualität der Sendungen werden nicht bewertet
- Art und Häufigkeit der Werbung können im Text erwähnt werden, beeinflussen die Wertung aber nicht
| Platz 1 | ZDF-Mediathek |
| Internetadresse | www.zdf.de/ZDFmediathek |
| Programmangebot | |
| Bildqualität / Videostreaming | |
| Bedienung / Übersichtlichkeit | |
| Zusatzinformationen | |
| Gesamt |
Detaillierte Bewertung: Die Mediathek des ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) konnte im Test nahezu vollständig überzeugen. Täglich können im Durchschnitt mehr als zehn Stunden des Fernsehprogramms online angesehen werden. Dies ist zwar kein überragender, aber dennoch guter Wert. Die Bildqualität der SD-Streams ist gut, kommt jedoch nicht an das TV-Bild heran. Bei den - wenn auch selten vorhandenen HD-Streams - kann die Bildqualität sogar als sehr gut bezeichnet werden.
Vorbildlich: Die Anzahl der angebotenen Bitraten und Videoformate. Nicht nur die Besitzer einer schnellen Internetleitung sind versorgt, auch an die Nutzer eines langsamen Internetzugangs hat das ZDF gedacht. Vier Bitraten für Flashvideos, zusätzlich je zwei unterschiedliche Bitraten für WMV- und Quicktime-Videos mit Pufferung - ein sehr bedeutendes Feature für DSL-Light-User. Außerdem wird die Mediathek auch als HTML-Version angeboten - besser kann man es fasst nicht machen.
Das gleiche gilt für die Benutzerfreundlichkeit der Bedienung: Sendungen lassen sich nach dem Fernsehprogramm, den Fernsehsendungen, Rubriken und Themen suchen. Insgesamt besitzt die Mediathek des ZDF eine klare Struktur, Sendungen können problemlos und schnell gefunden werden. Zusatzinformationen in Form von Text sind - bis auf wenige Sätze - nicht direkt vorhanden, können jedoch meistens über Links erreicht werden. Teilweise werden die Sendungen durch Interviews oder Bilder ergänzt.
Fazit: Insgesamt liefert die Mediathek des ZDF eine sehr solide Leistung ab und liegt mit einem kleinen Vorsprung vor der Mediathek des Ersten. Verbesserungsmöglichkeiten wären eine noch bessere Bildqualität für SD-Sendungen (z.B. 2 statt 1,5 MBit) und etwas mehr Informationen unter dem Video (wie im Teletext). Ansonsten: Respekt an das ZDF, da hat mal wirklich jemand mitgedacht.
| Platz 2 | Das Erste Mediathek |
| Internetadresse | mediathek.daserste.de |
| Programmangebot | |
| Bildqualität / Videostreaming | |
| Bedienung / Übersichtlichkeit | |
| Zusatzinformationen | |
| Gesamt |
Detaillierte Bewertung: Die Mediathek des Ersten erreichte im Test gute Ergebnisse, konnte an die Werte des ZDF aber nicht ganz heranreichen. Bei der Summe des online verfügbaren Fernsehprogramms liegt die Mediathek Ersten Deutschen Fernsehens mit knapp über zehn Stunden noch auf Höhe des ZDF, bietet jedoch deutlich weniger Formate und Bitraten. Die meisten Sendungen werden mit zwei bzw. drei Bitraten und nur als Flashvideo angeboten. Dies ist für die meisten Nutzer kein Beinbruch, Besitzer einer langsamen Internetleitung stellt es jedoch vor unüberwindbare Hürden - denn der Flashplayer puffert nur wenige Megabyte/Sekunden. Dadurch müssen DSL-Light-User auf eine - wenn überhaupt vorhandene - sehr niedrige Bildqualität zurückgreifen. Im Allgemeinen ist die Bildqualität der angebotenen SD-Streams - dank einer sehr hohen Bitrate (bis zu 2,2 MBit/s) - sehr gut, nur Streams mit HD-Auflösung könnten diese noch merklich verbessern.
Auch die Benutzerfreundlichkeit der Bedienung kann überzeugen: Sendungen lassen sich nach dem Fernsehprogramm, den Fernsehsendungen und Themen suchen. Auch die Mediathek des Ersten besitzt eine klare Struktur, Sendungen können problemlos und schnell gefunden werden. Das Erste bietet dabei etwas mehr Zusatzinformationen als das ZDF, direkt unter dem Video und indirekt auf den meistens vorhandenen Sendungsseiten.
Fazit: Zusammengefasst bietet die Mediathek des Ersten eine runde Leistung und liegt damit auf Platz zwei im Test. Ein zweites Videoformat - am besten WMV (siehe ZDF) - wäre allerdings noch wünschenswert.
| Platz 3 | RTL II |
| Internetadresse | rtl2.de/video |
| Programmangebot | |
| Bildqualität / Videostreaming | |
| Bedienung / Übersichtlichkeit | |
| Zusatzinformationen | |
| Gesamt |
Detaillierte Bewertung: RTL 2 Now heißt die Mediathek von RTL 2 erst seit kurzem. Bis Ende letztes Jahr war die komplette Seite, und ein größerer Teil ist es jetzt auch noch, auf RTL 2 Video zu finden. Während die alte Mediathek nichts mit dem Konzept von RTL Now gleich hatte, besitzt die neue Mediathek das "Corporate Design" der RTL Group: Layout, Seitenaufbau und Datenrate sind identisch. Alte wie neue Mediathek sind sehr übersichtlich gestaltet und leicht bediehnbar. Die Bildqualität liegt etwas unter dem Durchschnitt, natürlich gibt es auch hier nur einen Player und eine Bitrate zur Auswahl. Das Programmangebot liegt etwa auf dem Niveau von VOX Now. Alle Sendungen sind in mehrere Teile unterteilt, am Anfang der Teile wird teilweise Werbung eingespielt - allerdings nur selten. Da dadurch zwischen den Teilen keine Werbung eingespielt wird, wird der Nachteil des nervigen weiterklickens - zu mindest meiner Meinung nach - innerhalb der Sendung kompensiert. Die Sendungen können - im Gegensatz zu RTL und VOX auch länger als eine Woche angesehen werden.
Zusätzlich gibt es in der alten Mediathek einige Bonus-Videos (z. B. Outtakes) und extra Infos auf den Sendungsseiten. Leider lässt die Bildqualität vieler Bonus-Videos sehr zu wünschen übrig.
Fazit: Seit der Umstellung auf RTLII-Now ähnelt die Mediathek stark den Konkurrenten von RTL und VOX. Dass ist nicht unbedingt ein Nachteil, denn die Übersichtlichkeit ist sehr gut. Die Bildqualität der Videos liegt - im Vergleich zu RTL Now und VOX Now - etwas darunter. Videos auch länger als eine Woche kostenlos anzubieten, katapultiert RTLII-Now an die Spitze der Privatsender. Denn dafür gibt es einen Bonuspunkt beim Programmangebot. Kurz gesagt: Bis auf die Bildqualität hat man bei RTLII-Now alles richtig gemacht. Wer hätte das gedacht, RTL II zeigt den "Großen" wo es langgeht.
| Platz 4 | RTL NOW |
| Internetadresse | rtl-now.rtl.de/ |
| Programmangebot | |
| Bildqualität / Videostreaming | |
| Bedienung / Übersichtlichkeit | |
| Zusatzinformationen | |
| Gesamt |
Detaillierte Bewertung: Die Mediathek von RTL, RTL NOW genannt, bietet mit etwa zehn Stunden ein großes Programmangebot. Die Sendungen sind nach Ausstrahlung eine Woche lang kostenlos verfügbar, danach wird pro Folge ein Betrag von 0,99 Euro fällig. (Über I-Tunes können alle Folgen für 1,99 Euro angesehen werden). Vor und während den Videos werden ein oder mehrere Werbefilme abgespielt. Etwas nervig, aber im grünen Bereich. Die Mediathek ist sehr übersichtlich gestaltet und steht den Angeboten der öffentlich-rechtlichen Sender in nichts nach. Sendungen können nach Name, Genre und Programm gesucht werden. Auch weniger erfahrene Nutzer sollten sich ohne Probleme in der Mediathek zurechtfinden.
Die Bildqualität und die Auswahl der Formate fällt gegenüber der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz jedoch deutlich ab. Eine einzige Auflösung inklusive Bitrate ist anwählbar und das auch nur über den Flashpalyer. Dessen Buffer ist nur wenige Megabyte groß, für Besitzer langsamer Internetleitung ein K.o.-Kriterium. Die Bildqualität ist - für die gemessene Auflösung und Bitrate (rund 600 Kbit/s bei 512x288 Pixel) - in Ordnung. Insgesamt ist diese, im Vergleich zu den anderen Privatsendern zwar mit die Beste, liegt aber um Längen hinter der sehr guten Bildqualität der öffentlich-rechtlichen Sender. Aus Kostengründen wird man wohl auf eine High-Quality Version verzichten.
Zusätzliche Informationen zu den Sendungen sind quasi nicht vorhanden, ein Satz unter dem Video ist hier das Höchste der Gefühle. Immerhin haben viele Sendungen eine Unterseite bei RTL, diese allerdings nicht verlinkt ist. Das kann man wirklich besser machen!
Fazit: RTL Now liefert im Test ein Bild mit Höhen und Tiefen ab. Neben dem großen Programmangebot kann auch der sehr übersichtliche Seitenaufbau überzeugen. Die nur durchschnittliche Bildqualität und das dürftige Angebot an Zusatzinformationen lässt die Gesamtwertung sinken. Platz Eins unter den Privaten, aber keine Konkurrenz für das "ZDF" oder "Das Erste".
| Platz 5 | VOX NOW |
| Internetadresse | voxnow.de |
| Programmangebot | |
| Bildqualität / Videostreaming | |
| Bedienung / Übersichtlichkeit | |
| Zusatzinformationen | |
| Gesamt |
Detaillierte Bewertung: VOX gehört zur RTL Group. Dass merkt man auch sofort, wenn man die Mediatheken von RTL und VOX vergleicht. Nicht nur der Name (NOW) ist identisch, auch das Layout der Webseite und die Bildqualität sind gleich. (gleiche Auflösung, gleiche Bitrate). Natürlich müssen auch hier nach dem Ablauf von sieben Tagen 0,99 Euro pro Folge gezahlt werden. Insgesamt trifft die Bewertung von RTL Now somit auch auf VOX Now zu. Bis auf das kleinere Programmangebot (etwa acht Stunden) gibt es keine Unterschiede.
Fazit: Das Programmangebot ist gut, die Seite sehr übersichtlich. Die ist Bildqualität ok, aber Zusatzinformationen findet man nur wenige.
| Platz 6 | SAT.1 Video |
| Internetadresse | sat1.de/video |
| Programmangebot | |
| Bildqualität / Videostreaming | |
| Bedienung / Übersichtlichkeit | |
| Zusatzinformationen | |
| Gesamt |
Detaillierte Bewertung: SAT.1-Video bietet ein leicht geringeres Programmangebot als Vox Now. Die kompletten Sendungen sind wie bei RTL und Vox etwa eine Woche lang abrufbar. Danach sind sie nicht mehr verfügbar, eine Pay-Option gibt es also nicht. Dafür können bei vielen Sendungen kleinere Videoschnipsel aus älteren Folgen angesehen werden. Die Bildqualität liegt etwa dem Niveau von RTL und Vox. Auch SAT.1 bietet die Videos nur in einer Bitrate und über den Flashplayer an - nicht DSL-Light-freundlich.
SAT.1-Video ist etwas unübersichtlicher als die private Konkurrenz von RTL und Vox. Die Sendungen können über den Namen und das Programm gesucht werden, wobei nur die Suche über den Namen wirklich intuitiv und gut gelöst ist. Die Videos selbst befinden sich auf der jeweiligen Sendungsseite, daher gibt es eigentlich keine Mediathek an sich. Auf den passend zur Sendung gestalteten Seiten gibt es, neben den bereits erwähnten Videoschnipseln, auch viele Zusatzinformationen wie Bilder und Texte.
Fazit: Ein befriedigendes Programmangebot, eine durchschnittliche Bildqualität und eine noch verbesserbare Übersichtlichkeit - alles nur Durchschnitt. Nicht ganz, denn die Zusatzinformationen können voll und ganz überzeugen. Hier schließt SAT.1 sogar zum Spitzenreiter dieser Wertung - dem Ersten - auf. Tipp: Die Brainpool-Mediathek myspass.de. Weitere Infos siehe Fazit ProSieben.
| Platz 7 | ProSieben |
| Internetadresse | prosieben.de/video |
| Programmangebot | |
| Bildqualität / Videostreaming | |
| Bedienung / Übersichtlichkeit | |
| Zusatzinformationen | |
| Gesamt |
Detaillierte Bewertung: Zwei Sender, ein Konzern. Da SAT.1 und ProSieben zur ProSiebenSat.1 Media AG gehören besitzen beide Mediatheken, wie auch RTL und Vox das nahezu identische Layout und den gleichen Player.
Die Mediatheken von SAT.1 und ProSieben erhalten dadurch bis auf das Programmangebot die identische Wertung. Hier schneidet ProSieben etwas schlechter ab und landet deshalb einen Platz hinter SAT.1.
Fazit: Bis auf die ausführlichen Zusatzinformationen Durchschnitt: befriedigendes Programmangebot, durchschnittliche Bildqualität, noch verbesserbare Übersichtlichkeit. Mein Tipp: Da viele ProSieben-Sendungen von Brainpool produziert werden (z. B. TV Total oder Stromberg) ist myspass.de eine gelungene Alternative. In dieser Brainpool-eigenen Mediathek können viele Produktionen der letzten Jahre umsonst angesehen werden.
| Platz 8 | Kabel Eins |
| Internetadresse | kabeleins.de/videos |
| Programmangebot | |
| Bildqualität / Videostreaming | |
| Bedienung / Übersichtlichkeit | |
| Zusatzinformationen | |
| Gesamt |
Detaillierte Bewertung: Kabel eins gehört zwar zu ProSieben SAT.1 Media AG, in der Mediathek macht sich das allerdings kaum bemerkbar. Nur Videoplayer und Bildqualität sind identisch zu SAT.1 und ProSieben. Auch kabel eins bietet nur den - kaum puffernden - Flashplayer mit einer einzigen Bitrate an. Die Übersichtlichkeit ist eher unterdurchschnittlich, ob eine Sendung in der Mediathek angeboten wird, ist erst auf der Sendungsseite ersichtlich. Das Programmangebot ist mangels einer größeren Anzahl von Eigenproduktionen eher mau. Nur wenige Sendungen werden in kompletter Länge angeboten, bei einer etwas größeren Zahl können kurze Clips angesehen werden. Immerhin werden einige Zusatzinformationen auf den Sendungsseiten angeboten.
Fazit: Kabel eins landet auf dem letzten Platz. Nur sehr knapp konnte, dank der vielen Zusatzinformationen, eine "Drei-Punkte-Bewertung" erreicht werden. Die Anzahl der online verfügbaren Sendungen ist gering, Bildqualität und Übersichtlichkeit sind ok.
Übersicht
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||||||
| Sender | ZDF | Das Erste | RTL | VOX | RTL II | Pro Sieben | SAT. 1 | kabel eins |
| Auflösung | 1280x720 (HD) 852x480 432x240 192x112 | 960x544 512x288 256x144 | 512x288 | 512x288 | 512x288 | 640x360 | 640x360 | 640x360 |
| Bitrate1 in Kbit/s |
2800 (HD) 1500 500 100 |
2000 500 50 |
600 | 600 | 600 | 850 | 850 | 950 |
| Werbung | nein (ÖR) | nein (ÖR) | ja | ja | ja | ja | ja | ja |
Anmerkungen:
Alle Angabe können sich sich zukünftig ändern!
1: Bitrate Video; gerundet;
Hier einmal der optische Vergleich der Bildqualität. Alle Bilder wurden als Screenshot des jeweiligen Flashplayer aufgenommen. Die Videos wurden dafür in der höchsten Bildqualität abgerufen. Da Vox Now die identischen Einstellungen (Auflösung, Bitrate und Player) wie RTL Now einsetzt, sollte die Bildqualität identisch sein. Dies tritt ebenso auf Sat. 1 und ProSieben zu. Bei RTL II und kabel eins konnte ich das entsprechende Material nicht finden.
Filme in Full-HD, Bilder mit 18 Megapixel - meine EOS 550D produziert laufend neues Material. Zweistellige Gigabytezahlen sind dabei die Regel. Eine neue Medien-Festplatte muss also her. Wobei eine bei mir automatisch zwei bedeutet - meine Daten landen grundsätzlich als Backup auf einer zweiten Platte.
Doch welche Schnittstelle ist die Beste?
Eine Übersicht der unterschiedlichen Schnittstellen
- Der Standard: externe Festplatten mit USB 2.0. Dafür spricht ganz klar der Preis. Kaum teurer als interne Festplatten und in allen Größen und Formatfaktoren verfügbar. Allerdings sind die Transferraten der USB 2.0-Schnittstelle sehr niedrig. Mehr als 30-35 MByte/s sind nicht möglich, viele Festplattengehäuse schaffen noch deutlich weniger. Aktuelle Festplattenmodelle werden dadurch deutlich ausgebremst.
- Im Kommen: Externe Platten mit neuen, schnellen Schnittstellen. Was durch eSATA begann, wird durch USB 3.0 ergänzt und verbessert. eSATA war und ist vielen PC-Nutzern kaum bekannt. eSATA-Gehäuse werden deshalb meistens von gut informierten Nutzern gekauft - eine Minderheit unter den Käufern. Außerdem hat eSATA mit einigem Nachteilen und Problemen zu kämpfen. Keine Stromversorgung, nur kurze Kabel und Probleme mit HotPlug. Kein Wunder also, dass sich eSATA nie richtig gegen USB durchsetzen konnte. USB 3.0 macht alles besser und ist quasi eine Erweiterung zu USB 2.0 - außerdem vollständig abwärtskompatibel. Die Datenrate einer externen Festplatte liegt damit auf dem Niveau einer internen Festplatte.
- Die Unbekannte: Auch Firewire fristet wie eSATA ein Nischendasein. Hauptsächlich findet man diese Schnittstelle bei Apple-Rechnern. Auch "Kameramänner" werden sie kennen, denn in vergangenen Zeiten wurden DV-Bänder über Firewire überspielt. Dem Rest dürfte Firewire oder IEEE 1394, wie Firewire auch genannt wird, gänzlich unbekannt sein. Firewire gibt es mit zweierlei Spezifikationen: Die Schnellere (Firewere 800) der beiden schafft bis zu 100 MByte/s, die Langsamere (Firewere 400) liegt in etwa auf dem Niveau von USB 2.0.
- Externe Festplatten übers Netzwerk: kurz NAS. Sie können in das bestehende Netzwerk eingebunden werden, die Gehäuse sind in beliebiger Größe erhältlich und auch als Medienzuspieler sind die meisten nutzbar. Aber: schnelle Geräte sind teuer und der Stromverbrauch ist wegen der verbauten Hardware auch nicht zu verachten. Als reine externe Speichermedien sind sie deshalb eher ein Spezialfall.
Eine kleine Schnittstellenübersicht
| Datenrate theoretisch1 |
Datenrate real2 |
Wird die Festplatte3 ausgebremst | |
|---|---|---|---|
| USB 2.0 | 60 MByte/s | 30-35 MByte/s | ja |
| USB 3.0 | 625 MByte/s | abhängig von der Festplatte | nein |
| eSATA | 375 MByte/s | abhängig von der Festplatte | nein |
| Firewire 400/800 | 50/ 100 MByte/s | ~ 35 MByte/s/ unbekannt | ja |
| NAS im 1 Gbit/s Netzwerk |
125 MByte/s | abhängig vom NAS | abhängig vom NAS |
Erläuterungen:
1Overhead-Informationen und Leitungscodierung nicht herausgerechnet
2Tatsächlich erreichbare Datenrate mit schneller Festplatte
3Bei einer Datenrate von 100 MByte/s lesen und schreiben. Entspricht in etwa einer Festplatte mit 2 Terabyte und 5.400 Umin (aktuell meistverkauftester Typ)
Die Entscheidung: Ich habe mich am Ende für eine preisewerte, schnelle und gleichzeitig auch für die flexibelste Lösung entschieden: USB 3.0. Gehäuse mit USB 3.0-Schnittstelle sind mittlerweile recht preiswert zu bekommen. Ich habe ein Modell von Fantec (Fantec DB-ALU3) gewählt. Mit rund 20 Euro kostet es kaum mehr als ein gutes Gehäuse mit USB 2.0 und auch die Bewertungen klangen positiv. Da meine beiden Rechner, an denen die Festplatten eingesetzt werden sollen, keine USB 3.0-Schnittstellen besitzen, habe ich zusätzlich zwei PCIe-Steckkarten (Transcend USB 3.0 Card) mit jeweils zwei USB 3.0-Schnittstellen gekauft. Ebenfalls preiswert und relativ gut bewertet.
Das Gehäuse: Fantec DB-ALU3
Wie der Name schon sagt, besteht das Gehäuse größtenteils aus gebürstetem Aluminium und fühlt sich sehr wertig an. Auf beiden Seiten befinden sich zwei Plastikabdeckungen, auf der einen Seite davon die USB 3.0-Schnittstelle, der Einschaltknopf und eine blaue LED. Mitgeliefert wird das Netzteil (leider ein Steckernetzteil = "belegt" bei manchen Steckdosem mehr als eine), ein Standfuß zum vertikalen Aufstellen, ein USB 3.0-Kabel (Länge 100 cm) und eine kurze Anleitung.
Die USB 3.0-Karte: Transcend USB 3.0 Card
Die USB 3.0-Karte bietet zwei USB 3.0-Schnittstellen. Sie ist intern über PCI-Express x1 angebunden und benötigt einen zusätzlichen 4-Pin-Stecker. Die Karte passt in jeden PCIe-Slot (x1, x4, x8, x16), allerdings läuft sie laut Anwenderberichten nur in PCIe 2.0-Slots. Der Einbau verläuft wie bei jeder PCIe-Steckkarte, die Treiber werden auf einer Mini-CD mitgeliefert und sind leicht zu installieren.
Die Festplatten: Western Digital Caviar Green WD20EARX
| Hersteller | Western Digital |
|---|---|
| Größe | 2000 GByte |
| Schnittstelle | SATA III |
| Drehzahl | 5.400 U/min |
| Cache | 64 MByte |
| Sektoren | 4 KByte |
| Plattergröße | 667 GByte |
Der Einbau: Der Einbau der Festplatten in das Gehäuse gestaltet sich sehr einfach und ist damit auch für Anfänger geeignet. Gehäuse aufschrauben, Festplatte in den herausziehbaren Schlitten legen und zur USB-Platine schieben. Festplatte festschrauben und den Schlitten in das Gehäuse schieben. Zuschrauben, fertig.
Die Benchmarks: Die Unterschiede könnten nicht deutlicher sein. Während das Gehäuse am USB 2.0-Anschluss Daten mit 25 MByte pro Sekunde überträgt, liegt die maximale Transferrate am USB 3.0-Anschluss bei über 90 MByte/s. In einem praktischen Test mit einer 4 GByte großen ISO-Datei haben sich diese Werte bestätigt. Der USB 3.0-Anschluss liefert im Vergleich zum USB 2.0-Anschluss also ungefähr die vierfache Datenrate.
| USB 2.0 | USB 3.0 |
Das Fazit: Jeder, der häufiger größere Datenmengen auf externe Speichermedien kopieren will, sollte eine moderne Schnittstelle wie USB 3.0 oder eSATA wählen. Gerade bei USB 3.0 bleiben dabei alle Vorteile der USB-Schnittstelle (Stromversorgung, Hotplug, Kompatibilität) erhalten.
Canons dreistellige Spiegelreflexkameras erfreuen sich bei den Fotografen großer Beliebtheit. Viele Features, aktuelle Technik und ein akzeptabler Preis. Egal ob 450D, 500D oder 550D - kaum ein anderer Hersteller bot vergleichbare Kameras in dieser Preisklasse auf. Besonders die Canon EOS 550D besaß viele Features ihrer großen Schwester - der EOS 7D. Fast gleicher Sensor, gleiche Belichtungsmessung, FullHD-Video mit voller manueller Kontrolle. Das Display war seinerzeit sogar das beste aller DLSRs!
Seit dieser revolutionären Kamera hat sich - meiner Meinung nach - allerdings nicht viel getan. Im doch relativ schnellebigen Kameramarkt bekam die EOS 600D im Vergleich zur EOS 550D "lediglich" ein drehbares Display und einen kabellosen Blitzauslöser. Sensor gleich, Autofokus gleich, ... .
Wohlgemerkt: Die EOS 600D ist keine schlechte Kamera, Canons eigens anvisierte Spitzenposition erreicht sie allerdings nicht.
Nikon, Sony und Pentax laufen der aktuellen dreistelligen EOS den Rang ab.
Ein besseres Rauschverhalten bei High-ISO, ein besserer Autofokus, mehr Bilder pro Sekunde, HDRs direkt aus der Kamera - diese Liste kann man ohne Probleme noch weiterführen. Jeder andere Hersteller würde sich von diesen Features unter Druck setzen lassen, Canon wohl leider nicht. Denn Canon verfolgt, wegen der sehr starken Marktposition, stets eigene Ziele. Dies sieht man auch an der Tatsache, dass sich Canon den EVIL-Kameras - der Kamerarevolution des Jahrzehnts - immer noch verschließt.
Was dürfen wir von der 650D/Rebel T4i also erwarten?
Mit großer Wahrscheinlichkeit kaum Neues, aber Wünsche müssen noch erlaubt sein.
| Diese Features wird sie wanhrscheinlich besitzen1 | Diese Features wünsche ich mir | |
| Auflösung | 21-24 Megapixel | 15 Megapixel |
| Autofokus | 9 Sensoren, davon ein mittlerer Kreuzsensor | 13 Sensoren, davon 5 Kreuzsensoren |
| Bilder pro Sekunde | 3-4 | 5-6 |
| RAW-Buffer | 5-6 Bilder | 8-10 Bilder |
| brauchbarer ISO-Wert | 3200 | 6400 |
| Video | 1080p25/30 | 1080p50/60 |
Erläuterungen:
1Abgeleitet von der bisherigen Produktpolitik von Canon; keine im Internet kursierenden Gerüchte
Im Übrigen sieht es auch im gehobenen Bereich nicht viel besser aus: Nikon D7000, Pentax K5 oder Sony A65 SLT - alle drei schlagen die Canon EOS 60D deutlich. Würde Canon nicht das beste Objektivsortiment bieten, wären viele - inklusive mir - wohl bereit zu wechseln.
P.S. Sollte Canon meine eigenen Schätzungen widerlegen, bin ich der erste, der dies begrüßt.
Wie ich nach Jahren des Wartens doch noch eine akzeptable DSL-Geschwindigkeit bekommen habe.
Seit vielen Jahren (genau genommen seit 2004) nutze ich einen DSL-Anschluss der Deutschen Telekom. Im Vergleich zu einem Modem (56 Kbit/s) waren die erreichten 768 Kbit/s eine deutliche Verbesserung. Die Jahre gingen ins Land und auch das Internet wurde "multimedia-lastiger". You Tube, Bilderstrecken und die Mediatheken der Fernsehsender vervielfachten den Traffic. Mit steigender Videoqualität stieg auch die Bandbreite der Videos an. Während ich in den ersten Jahren mit 768 Kbit/s noch gut auskam, wurde es Ende des ersten Jahrzehnts langsam eng. Besonders wenn noch andere Personen über den gleichen Internetzugang online gehen, was in einem Mehrpersonenhaushalt fast immer der Fall ist, sinkt die verfügbare Brandbreite schnell auf einen nicht mehr akzeptablen Wert. Videos ohne vorheriges Puffern anzuschauen ist dann zum Beispiel unmöglich.
Warum nicht einfach die Bandbreite des Anschluss erhöhen?
Schön wäre es, aber ich wohne etwas außerhalb der Stadt. Während Freunde - die mit 1 Mbit/s starteten - ihre Anschlüsse immer weiter "aufrüsteten" (auf 6 Mbit/s oder gar 16 Mbit/s) saß ich weiterhin auf meiner lahmen Leitung fest. Die Strecke zum nächsten Knotenpunkt war einfach zu lang für eine schnellere Verbindung. Die äußerst konservativen Dämpfungsgrenzen der Deutschen Telekom tragen außerdem ihren Anteil dazu bei.
Einen Wechsel zu einem anderen Anbieter - laut deren Verfügbarkeitstests waren zwischen 1,5 Mbits/s und 5 Mbit/s möglich - wollte ich wegen vieler Risiken (bekomme ich die zugesicherte Bandbreite überhaupt, oder habe ich bei Problemen für Wochen kein Internet) lieber nicht riskieren.
2009 keimte in mir neue Hoffnung auf. Im Rahmen des Konjunkturpakets II sollte der DSL-Ausbau durch die Breitbandstrategie der Bundesregierung in ländlichen Gebieten vorangetrieben werden. Ziel waren 1 bis 3 Mbit/s für (fast) alle Haushalte. Wer nicht per Kabel angebunden werden konnte, sollte per Funk versorgt werden. Aber natürlich zu früh gefreut. Die Deutsche Telekom wollte viele Bereiche trotz Förderung wegen "Unwirtschaftlichkeit" nicht ausbauen, andere Anbieter mussten erst gefunden werden. Selbst nachdem einer gefunden war, zog sich der Ausbau wegen diverser Probleme in die Länge. Monat um Monat verging und es passierte nichts. Kurzum, ich hatte keine Lust mehr.
Monate vergehen
Frustriert wie ich war, testete ich im Juli 2011 mal wieder (beinahe monatlich durchsuchte ich die DSL-Verfügbarkeitschecks der verschiedenen Anbieter) den DSL-Verfügbarkeitscheck der Deutschen Telekom. An ihrem Standort ist DSL 1000 mit bis zu 768 Kbit/s verfügbar, bla bla bla - diesen Satz konnte ich mittlerweile auswendig. Doch halt! Was war das.
DSL mit bis zu 2048 Kbit/s. Mein erster Gedanke: Die haben bestimmt bloß die Anzeige umgestellt, denn das kleinste DSL-Paket der Telekom war das bis 2 Mbit/s - für das natürlich auch bei einer geringeren Bandbreite voll gezahlt werden muss. Einen Versuch war es wert, also schnell einen Freund gefragt, was sein Test "ausspuckt". Hm, das gleiche wie früher. Durch Zufall fiel mir die Linkbeschreibung in der unteren Ecke des Firefox auf.
.../tdsl2000ramresult
Ich erinnerte mich an eine Technologie, die bereits in Deutschland eingesetzt wird und die Bandbreite des Anschlusses verbessern soll. Die Telekom als fortschrittliches Unternehmen nutzte sie natürlich nicht (heute gilt: natürlich lange nicht). RAM steht für Rate Adaptive Mode und für das Erreichen der maximal möglichen Datenrate der Leitung. Praktisch bedeutet dies, dass man nicht mehr an eine feste Bandbreite (zum Beispiel 768 Kbit/s) gebunden ist, sondern die maximale Bandbreite genutzt wird. Dass kann je nach Leitungszustand nur wenig mehr, aber auch deutlich mehr sein.
Kurz im Internet gesucht: Aha, die Deutsche Telekom bietet dieses Technologie jetzt doch an. Da schau her, sie haben es doch noch geschafft. Erste Berichte von Usern gibt es auch schon. Von "meine Bandbreite hat sich verdreifacht" bis "meine Leitung ist total instabil" war alles dabei. Na gut, einen Versuch ist es wert dachte ich und rief bei der Hotline an. Die freundliche Dame am anderen Ende konnte mit Rate Adaptive Mode zwar nicht viel anfangen, als ich DSL RAM meinte, wusste sie allerdings Bescheid. Sie stellt es ein. Das geht übrigens auch selbstständig über das Kundenkonto im Internet. Am übernächsten Tag trudelt das Schreiben ein. Freischaltung am 23. Juli. Oh man, noch so lange hin. Egal, ich hab vorerst eh was anderes zu tun.
Morgens am 23. Juli: PC schnell angemacht und rein ins Netz. Erster Test: genauso schnell wie vorher. Das gibt es doch gar nicht! Abwarten denke ich, vielleicht wird die Leitung erst noch freigeschaltet. Kurz nach Mittag erreicht mich der Anruf eines Technikers der Deutschen Telekom. Er stellt meinen Anschluss um, Telefon und Internet werden eine Viertelstunde nicht gehen. Strike! Nach circa 15 Minuten ein zweiter Anruf, Anschluss umgestellt. Router angeschaltet, Speedtest.net aufgerufen. Start gedrückt und das Warten begann. Unglaublich - die Anzeige schnellte auf 2 Mbit/s Download hoch. Oh mein Gott, und 0,35 Mbit/s Upload auch noch - das kann doch gar nicht sein. Schnell mal eine Datei runterladen und auf die Kilobyte pro Sekunde achten. 230 bis 235, es ist wahr!!! Manche mögen mich für verrückt halten, aber 2 Mbit/s sind ein Traum, wenn man wie ich acht Jahre mit DSL Light 768 leben musste. Eine 2,5-fache Datenrate im Download und eine 3-fache Datenrate im Upload sind Welten. You Tube Videos laufen jetzt auch mit 480er-Einstellung ohne langes Puffern, die Videos der Mediathek des Ersten kann ich ebenfalls ohne Wartezeit anschauen und FarmVille (warum ich das spiele ist eine gute Frage) lädt nicht mehr in Zeitlupengeschwindigkeit.
Fazit: Mit 2 Mbit/s (schwankend, real meistens knapp über 1,8 Mbit/s) bin ich sehr zufrieden, es ist mehr als ich mir erhofft habe. Da ich sehr viele Dateien hochlade, kommt mir auch der hohe Upload von 0,34 Mbit sehr entgegen. Das Kapitel lahmes DSL ist für mich damit beendet. Der Service der Telekom war dieses Mal absolut zufriedenstellend.
vorher

nachher


nachher

Zwei Fragen bleiben allerdings:
Warum informiert die Telekom ihre Kunden nicht über diese "neue" Technologie?
Warum ist früher zu mindestens nicht DSL 1000 verfügbar gewesen? Der Abstand von 1,8 Mbit/s zu 1,0 Mbit/s müsste doch eigentlich groß genug sein, um Schwankungen ausgleichen zu können.
Naja, Ende gut, alles gut.
P.S. Das ich mit meinem Handy immer noch schneller im Internet surfen kann (über 2 Mbit/s), als mit meinem DSL-Anschluss, gibt trotz der Steigerung zu denken.
Wechselbare Objektive sind ein Grund, warum Spiegelreflexkameras so erfolgreich sind. Für jede Situation gibt es das passende Objektiv, auch wenn dafür teilweise tief in die Tasche gegriffen werden muss. Hier möchte ich einige gute Objektive vorstellen. Dabei beschränke ich mich in dieser Kaufberatung auf Objektive für DSLRs von Canon.
Daten
| Typ | Objektive | Beschreibung | Preis |
| Standardzoom | Canon EF-S 18-55 IS | Kit-Objektiv + sehr gute Bildqualität + optischer Bildstabilisator + leicht - lichtschwach - langsamer Autofokus |
100 Euro |
| Telezoom | Canon EF-S 55-250 IS | + sehr gute Bildqualität + optischer Bildstabilisator + leicht - lichtschwach - langsamer Autofokus |
200 Euro |
| Festbrennweite im leichtem Telelbereich | Canon EF 50 1.8 | günstigste Festbrennweite + sehr gute Bildqualität + lichtstark + leicht - langsamer Autofokus - kein optischer Bildstabilisator |
100 Euro |
| Ultraweitwinkelzoom | Sigma 10-20 4-5.6 EX DC HSM | + gute Bildqualität + schneller Autofokus |
420 Euro |
| Festbrennweite im Telelbereich | Canon EF 100 2.0 USM | + sehr gute Bildqualität + lichtstark + schneller Autofokus - leichte Chromatische Aberrationen |
410 Euro |
| leistungsstarkes Telezoom (für Sport) | Canon EF 70-200 4 L USM | + sehr gute Bildqualität + relativ lichtstark + schneller Autofokus - kein optischer Bildstabilisator |
520 Euro |
| Standardzoom (Immerdrauf) | Canon EF-S 15-85 IS USM | + gute Bildqualität + schneller Autofokus + optischer Bildstabilisator - lichtschwach |
640 Euro |
Wie man den kundenunfreundlichen Softwaresupport von Adobe umgehen kann:
Digital Photo Professional, Lightroom und DNG-Konverter
Viele Besitzer einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografieren im RAW-Format. Dafür gibt es auch einige gute Gründe: nachträglicher Weißabgleich, bessere Korrekturmaßnahmen, höhere Detail-Auflösung, … .
Sitzt man nach dem Shooting am Rechner, können jedoch einige Probleme auftreten. Die RAW-Dateien können nicht wie gewöhnliche JPEGs geöffnet werden, sondern müssen vor dem Betrachten oder Bearbeiten erst mit dem sog. RAW-Konverter umgewandelt werden. Die Kamerahersteller legen ihren Kameras zwar RAW-Konverter bei, wirklich gut sind diese meistens aber nicht. Alternativen sind hier gefragt.
Als Nutzer der Creative Suite von Adobe verwende ich zur Bildbearbeitung natürlich Photoshop CS - und das in der Version 4. Während sich die RAW-Dateien meiner alten Canon EOS 1000D mit Camera RAW (= eine "RAW-Konvertererweiterung" für PS) ohne Probleme öffnen lassen, ist dies bei den RAWs der Canon EOS 550D nicht mehr der Fall. Dies ist besonders ärgerlich, denn kurz nach dem Erscheinen der 550D hat Adobe ein Update für Camera RAW herausgebracht - natürlich nur lauffähig unter PS CS5. Adobe will die Kunden damit zum Kauf der neuen Photoshop-Version bewegen. Dieser Kauf ist ein nicht ganz billiges und vor allem aus der Sicht der Käufer völlig unnötiges "Vergnügen". So sieht Kundenfreundlichkeit nicht aus.
Wer diese Strategie nicht fördern will, muss zu anderen Methoden greifen: Das ausschließliche Fotografieren im JPEG-Modus ist mit Sicherheit keine Lösung.
Die Alternativen:
RAW-Dateien mit Canons Digital Photo Professional öffnen, bearbeiten und an Photoshop übertragen. (DPP ist kostenlos und bei jeder Canon EOS dabei)
Meine Meinung: Da ich DPP nichts abgewinnen kann, ist dies für mich keine befriedigende Lösung.
Lightroom kann in der neuesten Version (3.x) die RAWs der Canon EOS 550D öffnen. Natürlich würde durch den Kauf von Lightroom Adobes Plan aufgehen, allerdings nicht ganz. Lightroom kostet nur einen Bruchteil einer neuen Photoshopversion. (weniger als ein Drittel)
Meine Meinung: Eventuell werde ich auf Lightroom umsteigen. Allerdings nur, weil es eine prinzipiell gute Software ist.
DNG ist ein von Adobe eingeführtes Rohdatenformat. Neben der kompletten Softwarekollektion von Adobe, können auch viele andere Programme mit diesem Format umgehen. Der DNG-Konverter kann die RAW-Dateien der 550D in DNG-Dateien umwandeln. Diese lassen sich ohne Nachteile mit Photoshop CS 4 bearbeiten.
Meine Meinung: Vorerst werde ich den DNG-Konverter weiter benutzen. Die Dateien erst zu konvertieren, ist zwar etwas umständlich, aber immerhin kostenlos. Außerdem kann ich bei meinem Photoshop CS4-Workflow bleiben.
Trotz der gezeigten Lösungen würde ich Adobe dringend raten, aktuelle Camera RAW-Updates für alle Photoshopversionen herauszubringen. Dass Photoshop auch in älteren Versionen eine hervorragende und absolut geniale Software ist, sollte doch für die Produkte von Adobe sprechen und nicht dagegen.
Der Megapixelwahn nimmt kein Ende
Eigentlich dachte ich, dass es sich mittlerweile bis zum letzten Hersteller rumgesprochen haben sollte, dass viele Pixel für schlechte Bilder sorgen. Was die meisten Konsumenten bereits mitbekommen haben, ignorieren die Hersteller wissentlich.
Und deshalb blicke ich bei jeder Neuvorstellung mit Entsetzen auf die neuen Modelle. Dieses Jahr bieten viele Modelle sogar schon 16 Millionen Pixel auf. Ganz vorne auf der Pixelwelle reiten die führenden Hersteller der kompakten Superzoom-Kameras Sony, Olympus und Panasonic. Während Panasonic und Olympus bis jetzt nur wenige Modelle mit 16 Millionen Pixel ausstatten, packt Sony diese Anzahl bei vielen Modellen auf den „Mini-Sensor“. Die ersten Testberichte bestätigen meine Befürchtungen: Die Fotos werden trotz, oder eben gerade wegen der hohen Auflösung, immer schlechter – und das auch schon bei geringen ISO-Werten.
Zu den größten Enttäuschungen des Jahres dürften die Nachfolger der Panasonic-TZ-Serie gehören. Standen die Vorgängermodelle in den Testberichten und Beliebtheitslisten stets noch ganz oben, hat sich die erneute Steigerung der Sensorauflösung von 12 auf 14 Megapixel, deutlich zu Ungunsten der Bildqualität ausgewirkt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Kunden dem Megapixel-Run endlich ein Ende bereiten und dies Megapixel-Monster im Regal stehen lassen.
Kaum ein aktuelles Kameramodell mit einer Sensorauflösung von 14 Megapixel bietet eine ansprechenden Bildqualität. Bei Modellen mit 16 Megapixel sollte dies noch verheerender ausfallen.
Besonders interessant ist auch die Tatsache, dass viele Einsteigermodelle 14 Megapixel besitzen. Unter den „Billig-Käufern“ vermuten die Hersteller wohl viele uninformierten Käufer, die nur auf die Pixelanzahl schauen.
Aber es gibt auch Fortschritte: Einige Hersteller gehen den umgekehrten Weg und reduzieren bei vielen Modellen die Sensorauflösungen. Besonders Canon und Nikon scheinen den Geist der Zeit erkannt haben und reduzierten bei vielen Modellen die Sensorauflösung. Es geht doch!
P.S. Beim Lesen dieser Zeilen wird sich der potenzielle Käufer, die Frage nach der richtigen Auflösung stellen. Auch wenn es keine optimale Auflösung gibt, erlauben die Testberichte gängiger Internetseiten einen guten Überblick.
Die höchste reale Auflösung erreichen Kompaktkameras mit großem Sensor (~ 1/1.6“) und 10 Millionen Pixel. Bei den am weitest verbreiteten 1/2.3“-Sensoren (geschätzte 90 Prozent aller Kameras besitzen einen Sensor dieser Größe), liegen Modelle mit 12 Megapixel vorne – weil es leider kaum aktuelle Modelle mit 10 Millionen Pixel gibt.
Auf der Suche nach einer sehr kompakten Kamera, die ich als Ergänzung zu meiner EOS 550D nutzen will (wenn die 550D zu groß oder nicht erlaubt ist), bin ich nach längerer Suche bei der Ixus 115 gelandet. Sie entspricht im Großen und Ganzen meinen Vorstellungen: Klein und kompakt, weniger als 12 MP, 28 mm Weitwinkel, Offenblende F2.8 im Weitwinkel, Optischer Bildstabilisator, HD-Video. Die Bildqualität sollte natürlich auch nicht schlecht sein.
Daten
| Modell | Canon Ixus 115 HS |
| Auflösung | 12 Megapxiel |
| Sensortyp / Sensorgröße | CMOS / 1/2.3" |
| Brennweite / Blende | 28-112 mm (4x optisches Zoom) / F2.8-F5.9 |
| Bildstabilisator | optisch |
| Displaygröße / Auflösung | 3.0" / 230.000 Subpixel |
| Videomodus | 1080p24 / 720p30 / 640p120 / 320p240 |
| Größe / Gewicht | 93 x 56 x 20 mm / 140g |
| Ixus 115 HS auf Canon.de | Link |
Lieferumfang
- Akku (Li-on 760 mAh)
- USB-Kabel, Cinch-Kabel
- Handschlaufe
- Handbuch, Handbuch- und Software-CD
Verarbeitung und Größe
Die Ixus 115 HS ist sehr klein und kompakt und besteht nahezu komplett aus Metall. Die Kamera wirkt sehr wertig und stabil. Trotz der kleinen Größe liegt sie noch akzeptabel in der Hand.
Bedienung
Die Ixus bietet wie die meisten Komaptkamera kaum direkte Wahltasten. Dadurch muss man die meisten Einstellungen tief im Menü suchen. Direkt über das Steuerkreuz lassen sich nur die Belichtungskorrektur, der Blitz, das Display und der Fokusmodus aufrufen. Ein sehr gutes Feature für alle Filmer: Videos lassen sich aus dem Fotomodus über einen extra Button sofort starten. Der Play-Modus sowie das Menü können ebenfalls über Tasten aufgerufen werden. Die Tasten selbst sind alle sehr klein - für große Hände zu klein. Eine entspannte Bedienung dürfte für viele dadurch kaum möglich sein. In Anbetracht der Tatsache, dass die Kamera sehr kompakt ist und große Tasten kaum zu realisieren sind, möchte ich dies allerdings nur als kleinen Kritikpunkt werten. Mangels Einstellungsmöglichkeiten werden die Tasten sowieso weniger bedient.
Anschlüsse, Akku und Blitz
An der Seite befinden sich, versteckt hinter einer Schutzkappe, ein USB- und ein HDMI-Port. Über den USB-Port wird das mitgelieferte USB zu Cinch-Kabel angeschlossen. Der Akku reicht in etwa für 200 Fotos und ein paar Minunten Video. Dieser Wert ist gerade noch akzeptabel. Der Blitz lässt sich automatisch, eingeschaltet und mit Langzeitsynchronisierung betreiben. Außerdem kann er natürlich abgeschaltet werden. Die Ausleuchtung der Fotos ist gleichmäßig.
Geschwindigkeit
Von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist bei einer Kompaktkamera die "Schnappschusstauglichkeit". Hier kann die Ixus 115 absolut überzeugen. Vom Einschalten bis zum ersten Bild vergehen etwa zwei Sekunden. Dieser Wert kann sich genauso wie die Fokussierzeit sehen lassen. Im Weitwinkel ist das Bild nach ca. 0,3 Sekunden scharf gestellt, im Telebereich dürften ca. 0,5 Sekunden vergehen. (ein Motiv mit ausreichend Kontrast vorausgesetzt)
Display
Das Display bietet mit 3 Zoll und 230.000 Subpixel (also 76.800 Pixel) Standardkost in der Einstiegsklasse der Kompaktkameras. Die Bildqualität ist dementsprechend (allenfalls) ausreichend. Zur Bildkontrolle (Play-Modus) muss man weit ins Bild zoomen. Grundsätzlich ist das Display allerdings gerade noch akzeptabel. Andere Hersteller bieten in diesem Preisbereich aber bereits 460.000 Subpixel, Canon muss hier aufholen. (Vermutlich nur eine Frage der Gewinnmarge)
Bildstabilisator
Ein Bildstabilisator ist von großem Wert, wenn ein Bild etwas länger belichtet werden soll. Deshalb besitzen so gut wie alle Kompaktkameras - die absolute Einstiegsklasse mal ausgenommen - eine Möglichkeit zur Bildstabilisierung. Im Test konnte der Bildstabilisator etwa zwei Blenden ausgleichen. Dies bedeutet, dass nach der Formel für die Freihandgrenze (1/Brennweite) die Brennweite zweimal halbiert werden kann. Bei 28 mm Brennweite ist eine Belichtungszeit von ca. 1/7 Sekunde notwendig, damit das Bild scharf wird. Im Vergleich zu anderen Kameras arbeitet die Bildstabilisierung durchschnittlich. Bessere Systeme erreichen drei bis vier Blenden.
Bildqualität Foto
Als erstes möchte ich auf ein paar theoretische Tests eingehen. (Anmerkungen: Ohne Hilfsmittel lässt sich keine Laborgenauigkeit erreichen, eine Tendenz ist aber in jedem Fall erkennbar)
Verzeichnung und Vignettierung
In der Regel ist die Verzeichnung und Vignettierung nur bei Objektiven mit extremen Werten problematisch. (z.B. bei Superzooms oder sehr lichtstarken Objektiven)Da die Ixus weder einen großen Brennweitenbereich besitzt, noch sehr lichtstark ist, sollten bei ordentlicher Arbeit der Ingenieure keine Probleme auftreten. In der Praxis sieht es dann auch so aus: Bei 28 Millimeter Brennweite, also dem maximalen Weitwinkel der Ixus, gibt es nur eine minimale Verzeichnung. Ohne Testbild würde diese niemandem auffallen. Auch bei 112 Millimeter, der maximalen Brennweite, ist die Verzeichnung äußerst gering.
Die sehr guten Ergebnisse gelten auch für die Vignettierung (Abschattung des Bildrandes = Eckenabdunkelung). Nur der "Testchart" offenbart eine geringe Vignettierung. In der Praxis fällt diese überhaupt nicht auf.
Schärfe
Viele Kompaktkameras leiden an einem starken Schärfeverlust am Bildrand. Auch bei der Ixus kann man einen kleinen Schärfeabfall erkennen, dieser ist jedoch sehr gering und liegt im unkritischen Bereich.
Der ISO-Test
Die Testbilder können überzeugen: Der Rauschfilter hat das Bildrauschen gut im Griff, trotzdem wird das Bild wird nicht zu Tode geglättet. Ein leichter Texturverlust ist bei ISO 400 und ISO 800 erkennbar, aber das Bild ist keinesfalls matschig. Erst ab ISO 1600 werden die Texturen nur noch grob aufgelöst. Für eine Kamera dieser Preisklasse ist das Ergebnis durchaus beachtlich. Der HS-Sensor leistet gute Arbeit.
Bildqualität Video
Die Ixus 115 bietet als eine der ersten Kompaktkameras unter 200 Euro eine Videoaufnahme mit Full-HD-Auflösung (1920x 1080) an. Außerdem möglich: Die kleine HD-Auflösung (1280x 720), die über viele Jahre standardmäßige SD-Auflösung (640 x 480) und Super-Slow-Motion Videos.
Die Bildqualität der Videos ist sehr gut. Da die Kamera keinen permanenten Autofokus bietet (es wird einmal vor dem Auslösen fokussiert), sollte man den Objektabstand während dem Filmen ungefähr einhalten. Auch der optische Zoom funktioniert im Videomodus nicht. Der Digitale Zoom ist eine rein elektronische Vergrößerung und dessen Einsatz nicht zu empfehlen. (Anmerkung: Bei der Ixus 220 HS sind Autofokus und optischer Zoom aktiviert. Besitzer der 220 HS bemängeln allerdings sowohl die Geschwindigkeit des AF, als auch dessen Geräusche. Das beide Features bei der Ixus 115 HS deaktiviert wurden, muss also nicht zwangsläufig ein Nachteil sein). Bei schnellen Schwenks ist auf den Videos der Rolling Shutter-Effekt sichtbar. Das bedeutet, dass eigentlich gerade stehende Gegenstände scheinbar in Schwenkrichtung umfallen. Dieser Effekt resultiert aus der CMOS-Technologie und kann nur durch langsameres Schwenken abgemildert werden. Die Slow-Motion-Videos der Ixus 115 HS sind wegen ihrer geringen Auflösung (640 x 480 bei 120 Fps, 320 x 240 bei 240 Fps) lediglich eine Spielerei.
Videomodi
Anmerkung *: Die Datenrate der verlangsamt abgespielten Videos liegt bei dieser Bitrate. Während der Aufnahme wird diese deutlich darüber liegen. Vermutliche Datenrate falls eine identische Komprimierung wie bei 30 Fps verwendet wird: 40 MBit bei 640 x 480 und 120 Fps; 20 MBit bei 320 x 240 und 240 Fps. | Auflösung | Bilder pro Sekunde |
Bitrate | benötigte Speicherkarte |
| 1920 x 1080 | 24 | ~ 34 MBit/s | Class 6 |
| 1280 x 720 | 30 | ~ 23,5 MBit/s | Class 4 |
| 640 x 480 | 30 | ~ 10 MBit/s | Class 2 |
| 320 x 240 | 30 | ~ 2,5 MBit/s | Class 2 |
| 640 x 480 | 120 | ~ 10 MBit/s* | Class 2 |
| 320 x 240 | 240 | ~ 2,5 MBit/s* | Class 2 |
Die Aufnahmedauer im Videomodus liegt laut Canon bei ca. 10 min bei (Full-)HD und ca. einer Stunde bei SD. Vermutlich (nicht geprüft) wird aber die Grenze von 29:59 Minuten nicht überschritten werden. Die Aufnahmedauer der Slow-Motion-Videos ist zeitlich eng begrenzt.
Praxis
Ausgepackt, eingeschaltet, Foto gemacht. Mit der Ixus 115 HS Fotos zu machen ist sehr einfach und geht auch sehr schnell. Wie bereits im Punkt Geschwindigkeit erwähnt, ist sie schnell startbereit und auch der Fokus arbeitet zügig. Während der Fotograf im Automatikmodus kaum etwas einstellen kann (und damit auch kaum etwas "falsch"), bietet der Programmodus zu mindestens rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten: Belichtung, ISO und der AF-Modus sind darunter die wichtigsten. Über viele unterschiedliche Szenenmodi kann z.B. auch eine Langzeitbelichtung gemacht werden. Weniger sinnvoll, aber ganz spaßig: Miniatur- oder Fischaugen-Effekte. Etwas unverständlich arbeitet hingegen der Automatikmodus: Der ISO-Wert wird erhöht, gleichzeitig aber der ND-Filter eingesetzt (siehe Bild 4). Oft wird auch der ND-Filter eingesetzt, die Belichtungszeit könnte aber noch deutlich kürzer sein.
Fazit und Wertung
Pro:
- wertige Verarbeitung
- sehr kompakt
- gute Brennweite
- relativ lichtstark im Weitwinkel
- nahezu keine Verzeichnung und Vignettierung
- kaum Randunschärfe (kann je nach Kamera variieren)
- gute Bildqualität (Foto und Video)
- Full-HD-Video
- High-ISO-Fähigkeit mit gutem Ergebnis
- extra Videoauslöser
- nette Spielereien (Slow-Motion-Video, Miniatur-Effekt, Fischaugen-Effekt, ...)
Contra:
- unterdurchschnittliches Display (zu geringe Auflösung)
- teilweise unsinnige Aktionen der Automatik
- sichtbare Chromatische Aberrationen bei starken Kontrasten
- Akkulaufzeit nur ausreichend (ein Zweitakku ist empfehlenswert)
- Tasten sehr klein (wegen der Größe nur ein kleiner Kritikpunkt)
Fazit
Die Ixus 115 HS ist für mich in erster Linie eine Schönwetterkamera, trotzdem kann sie auch bei weniger Licht überzeugen. Die Bildqualität der Fotos und Videos ist gut, die schöne Brennweite und die gute Lichtstärke im Weitwinkel sind ideal. Die kleinen Tasten erschweren die Bedienung. Ein kleineres Display (noch dazu etwas höher aufgelöst) hätte mehr Platz für etwas größere Tasten gelassen. Insgesamt kann mich die Ixus 115 nahezu vollständig überzeugen. Bis auf wenige Kritikpunkte ist es eine kleine und gute Kamera mit vielen netten Features.
Testbilder (alle unbearbeitet -> OOC)
Bild 1: 28 mm, F2.8, 1/640, ISO 160
Bild 2: 112 mm, F5.9, 1/200, ISO 125
Bild 3: 28 mm, F2.8, 1/1500, ISO 100
Bild 4: 28 mm, F8, 1/250, ISO 200 (Brennweitenvergleich mit Bild 5)
Bild 5: 28 mm, F5.9, 1/250, ISO 160 (Brennweitenvergleich mit Bild 4)
Bild 6: 28 mm, F8, 1/250, ISO 100
Bild 7: 28 mm, F8, 1/320, ISO 100
Bild 8: 39 mm, F9, 1/250, ISO 100
Bild 9: 62 mm, F4, 1/100, ISO 100
Bild 10: 28 mm, F2.8, 1/500, ISO 100
Bild 11: 112 mm, F5.9, 1/320, ISO 100
Bild 12: 112 mm, F5.9, 1/50, ISO 100
Bild 13: 112 mm, F5.9, 1/160, ISO 100 (Brennweitenvergleich mit Bild 14)
Bild 14: 28 mm, F2.8, 1/1000, ISO 100 (Brennweitenvergleich mit Bild 13)
Bild 15: 28 mm, F2.8, 1/1000, ISO 100
Bild 16: 112 mm, F5.9, 1/400, ISO 100
Bild 17: 28 mm, F2.8, 1/640, ISO 100 (Makro-Modus)
Bild 18: 28 mm, F2.8, 1/640, ISO 100 (Makro-Modus)
Bild 19: 28 mm, F2.8, 1/800, ISO 100 (Miniatur-Effekt)
Bild 20: 28 mm, F2.8, 1/800, ISO 100 (Fischaugen-Effekt)
High-ISO: (lange Belichtungszeiten -> Verwacklungsgefahr)
Bild 21: 62 mm, F4, 1/15, ISO 1600
Bild 22: 39 mm, F3.2, 1/20, ISO 1000
Bild 23: 84 mm, F5, 1/15, ISO 1600
Bild 24: 45 mm, F3.5, 1/25, ISO 800
Bild 25: 72 mm, F4.5, 1/15, ISO 1600
Bild 26: 28 mm, F2.8, 1/30, ISO 800
Testvideos
Bis auf die Slow-Motion-Videos (die ich wegen ihrer Länge kürzen musste) sind die Testvideos die unbearbeiteten Originaldateien aus der Ixus. Bei den Slow-Motion-Videos den VLC-Player nutzen!
Full-HD 1: 1920 x 1080
Full-HD 2: 1920 x 1080
Full-HD 3: 1920 x 1080 mit Digitalzoom
HD: 1280 x 720
VGA: 640 x 480
QVGA: 320 x 240
VGA Slow-Motion: 640 x 480 @ 120 Fps
QVGA Slow-Motion: 320 x 240 @ 240 Fps
Käufer einer Digitalen Kompaktkamera müssen sich heute durch eine wahre Flut an verschiedenen Modellen von unzähligen Herstellern kämpfen. Wegen der unterschiedlichen Nutzerprofile ist es zwar schwer allgemeingültige Ratschläge abzugeben, bei einer großen Zahl von Nutzern werden diese jedoch zutreffen.
Folgende Voraussetzungen sollte eine Kompaktkamera erfüllen:
- 12 Megapixel oder weniger: Je weniger Pixel auf den Sensor "gequetscht" werden, desto weniger Bildrauschen tritt auf. Eigentlich sind selbst 12 Megapixel zu viel, Kameras mit weniger Pixel gibt es aber kaum.
- 28 Millimeter Brennweite im Weitwinkel oder weniger: Je kleiner die Brennweite, desto mehr bekommt man auf das Bild. 28 Millimeter sind eine gute Anfangsbrennweite, (viel) mehr (> 28 mm) sollte es nicht sein.
- Offenblende im Weitwinkel F2.8 oder weniger: Je lichtstärker ein Objektiv ist, desto niedriger kann die benötigte Sensorempfindlichkeit (ISO) sein.
- Optischer Bildstabilisator: Ein Bildstabilisator verhindert das Verwackeln von Aufnahmen durch den Fotograf. Elektronische Bildstabilisatoren können dies nicht so effektiv und sind deshalb oftmals unbrauchbar. Wichtig: Bewegungen des Objektes werden nicht ausgeglichen!
Gerade die beliebten Superzoomkameras (z.B. Panasonic TZ-Serie) besitzen im Weitwinkel oft eine schlechtere Offenblende (> F2.8). Dies ist grundsätzlich kein k.o.-Kriterium, wenn die Kameras nur bei ausreichend Licht verwendet werden.
Es wurde mal wieder Zeit - Zeit für eine neue Grafikkarte. Nachdem immer mehr aktuelle Spiele auf meinem 20"-TFT mit der nVidia Geforce GTS 250 nur noch mit mittleren Details laufen und der neueste Teil von Cyrsis in den Startlöchern steht, war dieser Schritt fast unumgänglich.
| Name | nVidia Geforce GTS 250 | nVidia Geforce GTX 460 |
| Chip | G92b | GF104 |
| Transistoren | 754 Millionen | 1,95 Milliarden |
| Shaderprozessoren | 128 | 336 |
| Grafikspeicher | 512 MByte GDDR3 | 1024 MByte GDDR5 |
| Speicheranbindung | 256 Bit | 256 Bit |
| Chiptakt | 738 MHz | 675 MHz / 720 MHz* |
| Shadertakt | 1.836 MHz | 1.350 MHz / 1.440 MHz* |
| Speichertakt | 1.100 MHz | 1.800 MHz / 1.800 MHz* |
| FLOPs | 705 GFlops | 907 GFlops |
| ROPs | 16 | 32 |
| Speicherbandbreite | 70.4 GByte/s | 115.2 GByte/s |
| Shadermodell | 4 | 5 |
| DirectX | 10 | 11 |
| Garantie | 10 Jahre | 10 Jahre |
* Die EVGA GTX 460 FPB ist vom Hersteller etwas übertaktet worden
Die Benchmarks:
Testsystem: Intel Core i5 750 @ 2,67 GHz, 8 GB DDR3 1333, Gigabyte P55-DS4
(Treiber: GTS 250 191.07, GTX 460 266.58)







Fazit: Die GTX 460 ist - wie erwartet - deutlich schneller als die GTS 250. Während "grafikschonende" Spiele wie COD Modern Warfare 2 auch auf der GTS 250 mit maximaler Grafikpracht noch flüssig laufen, ist Crysis der absolute Performancekiller. Bei höheren Details und 4-facher Kantenglättung, darüber natürlich noch deutlicher, ist die GTS 250 praktisch unbrauchbar.
Bei Far Cry 2 sind zu mindestens hohe Details noch spielbar. Wer mit Full-HD-Auflösung spielen will, wird aber auch hier abgehängt werden. Da auch Crysis mit 8-facher Kantenglättung und maximalen Details noch fast spielbar ist, lässt sich festhalten, dass die GTX 460 bis zu einer Auflösung von 1680 x 1050 auch in der nächsten Zeit noch für alle Spiele ausreichend sein wird.
Ein paar Worte zu Stromverbrauch und Lautstärke: In Relation zur Leistung ist der Stromverbrauch der GTX 460 äußerst niedrig. Der Idle-Verbrauch der GTX 460 liegt auf einem sehr guten Niveau und weit unter dem der GTS 250, unter Last liegt der Verbrauch nur minimal über der GTX 460 - für das gebotene sehr gut. Die Lautstärke der Karte ist ebenfalls sehr gut. Idle - wie auch unter Last - ist sie kaum zu hören.
Testsystem: Intel Core i5 750 @ 2,67 GHz, 8 GB DDR3 1333, Gigabyte P55-DS4
(Treiber: GTS 250 191.07, GTX 460 266.58)







Auch wenn Bilder nicht "out" sind, ist der Trend in Richtung Film ungebrochen - und das schon seit bestehen dieses Mediums.
Der Grund: Für viele Situationen ist das Medium Film einfach besser geeignet, als ein Standbild. Verantwortlich dafür ist sicherlich auch die Kombination von Bild und Ton. Damit werden statt einem Sinn, zwei Sinne angesprochen. Emotionen können leichter geweckt, außerdem ist ein Film lebendiger als ein Bild - das Leben ist schließlich kein Standbild. Während Filmen früher ein aufwendiges und teures Hobby war, hat die Digitalisierung diesen Prozess wesentlich vereinfacht: Kamera anmachen und auf den "Record-Knopf" drücken. Will man die Aufnahmen betrachten, kann man dies schnell und einfach direkt in der Kamera tun, oder die Videos auf den PC übertragen.
Während zu Beginn der "Digitalen-Ära" die Videos noch auf Bänder aufgezeichnet wurden, sind Speicherkarte heute das am weitesten verbreitete Speichermedium.
Die Vorteile liegen auf der Hand: klein, robust und variabel einsetzbar. Deshalb werden in dieser Kaufberatung nur Camcorder mit SD-Karten als Speichermedium vorgestellt.
Die Modelle
| Kategorie: | Low-Budget |
| Preis: | unter 200 Euro |
| Was kann man erwarten: | wenig Funktionen, kaum Einstellungen |
| Beschreibung: | Die Modelle dieser Preisklasse kann man grob in vier Gruppen unterteilen: 1. Auslaufmodelle: Darunter fallen die vereinzelt noch auffindbaren DV-Camcorder, die auf Band aufzeichnen oder DVD-Camcorder die Mini-DVDs nutzen - und sich aus vielen Gründen nie richtig durchgesetzt haben. Bewertung: alte Technik, keine HD-Videos. Von diesen Geräten sollte man in der Regel die Finger lassen! 2. Einsteiger-Camcorder: Hierunter fallen die Low-Budget-Geräte der großen Hersteller, die auch in diesem Marktsegment ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Bewertung: Kleine Sensoren, keine HD-Videos, kaum Einstellmöglichkeiten. Nur die ganz anspruchslosen werden mit diesen Geräten glücklich werden. 3. Billig-Modelle von "Marken-Herstellern": unbekannter Hersteller, aber als Marke gepriesen; dazu eine ultra-tolle HD Bildqualität: genau so werden diese Geräte verkauft Bewertung: Meistens sind es aber eher billige und dazu noch schlechte Digitalkameras. Oft fehlt der optische Zoom und die Bilder werden vorsteinzeitlich auf hohe Auflösungen interpoliert. Die Videos sind - auch wenn ein HD im Namen steht - nur selten zu gebrauchen. Nur die Form erinnert an einen Camcorder, sonst haben diese Geräte mit echten Camcordern nichts zu tun = sinnlos ausgegebenes Geld. 4. Pocket-Camcorder für die Hosentasche: Die Pocket-Camcorder haben für eine kleine Revolution im Low-Budget Camcorder-Segment gesorgt. Diese Modelle sind für den Alltag gemacht, das "real life" steht als Thema im Vordergrund. Die Geräte besitzen kaum Funktionen und keinen optischen Zoom. Hm, also eigentlich kann man diese Geräte doch zu Kategorie drei zählen? Nein, kann man nicht! Denn diese Pocket Camcorder - auf den Namen Pocket darf man sich allerdings nicht versteifen, denn auch Modelle aus der Kategorie 3 nutzen diesen gerne - verfolgen einen völlig anderen Zweck. Sie prahlen nicht mit Werten, sind klein, leicht, robust und sehr günstig. Neben Full-HD nehmen die meisten Geräte die Videos in 720p auf - für diesen Zweck ausreichend. Die Bild- und Tonqualität dieser Geräte ist erstaunlich gut. Und das Wichtigste: man hat sie immer dabei. Natürlich sind sie für das Filmen des Sommerurlaubs nur äußerst eingeschränkt geeignet - aber das behaupten sie von sich auch nie. Bewertung: Wer einen Pocket-Camcorder kauft, muss wissen worauf er sich einlässt. Für den täglichen Ggebrauch und das Video zwischendurch sind sie auf jeden Fall gut geeignet. Die Zusatzkategorie: Digitalkameras mit Videofunktion; Während die ersten Digicams oft nur kleine Auflösungen und mit schlechter Tonqualität aufzeichnen konnten, hat sich dies in der letzten Zeit deutlich geändert. So gut wie jedes neue Modell kann in 720p filmen. Auch die internen Mikros werden besser und liefern zu mindestens einen ausreichenden Ton. Die besten Digicams mit Videomdos kosten zwar noch mehr als 200 Euro, aber auch unterhalb dieser Grenze kann man brauchbare Ergebnisse erzielen. Der nette Nebeneffekt: die Bilder sind deutlich besser als bei einem "echten" Camcorder. Bewertung: Wer nur das ein oder andere Video drehen will, liegt hier richtig. |
Der Leistungs-Tipp: |
Bis auf Spezialfälle (siehe Pocket-Camcorder, Digicams) gibt der Preisrahmen bis 200 Euro nicht viel her. Eine Ausnahme liefert der Hersteller Sanyo. Dessen Xacti Modelle kommen in Tests regelmäßig besser weg, wie die gleich teuere Konkurrenz. Ein sehr gutes Modell für unter 200 Euro: Sanyo Xacti CG20 (1080i, 5x optischer Zoom, gute Bildqualität, einfach Bedienung) Wunder, gerade bei wenig Licht, darf man natürlich trotzdem nicht erwarten. Für diesen Preis bietet die CG20 aber ein ausgewogenes Konzept. |
| Links: | Sanyo Xacti CG20 bei Geizhals Sanyo Xacti CG20 auf der Herstellerseite |
Diese Frage kann kompliziert werden. Früher war alles einfacher: es gab nur Prozessoren die einen Kern besaßen. Gut, man musste zwischen Intel und AMD wählen und durfte sich von den Taktspielereien der Hersteller nicht verwirren lassen. Im Endeffekt hatte man aber nur die Wahl zwischen einem Intel und dem jeweiligen Pendant von AMD. Heute gibt es zwar auch nur diese beiden Hersteller, aber die Auswahl an einzelnen Prozessoren ist riesig.
Welcher Hersteller, wie viele Kerne, welcher Takt, wie viel Cache, .... - eine fast endlose Geschichte. Aber nur fast, denn hier wird Ihnen geholfen.
Prozessoren mit mehr als einem Kern, die sog. Mehrkern-Prozessoren oder engl. Multi-Cores, gibt es seit rund fünf Jahren. Davor gab es verschiedene Ansätze mehr Rechenleistung in einem einzelnen PC zu erreichen.
Mainboards mit zwei Prozessoren
Hierfür wurden zwei Sockel auf einem Mainboard verbaut. Aus vielfältigen Gründen - u.a. waren die Preise für die benötigten Komponenten deutlich höher - haben sich diese Mainboards im privaten Sektor nie durchgesetzt.
Hyper-Threading-Technologie (HTT) oder Simultaneous Multithreading (SMT)
Aufgrund der Prozessor-Architektur, müssen Befehle immer nach der Reihe abgearbeitet werden. Dadurch entstehen sinnlose Wartezeiten. Die oben genannten Technologien, können diese Wartezeiten nutzen, um andere Befehle auszuführen. Im Taskmanager von Windows werden Prozessoren, die diese Technologie unterstützen, immer mit doppelt so viel Kernen, wie realen Kernen angegeben. Davon sollte man sich nicht verwirren lassen. Ein aktuelles Beispiel ist der Core i7 von Intel. Alle i7-Prozessoren mit vier Kernen weisen acht Kerne im Taskmanager auf. Neben vier realen Kernen, besitzt dieser Prozessor also auch vier "virtuelle" Kerne.
Um die Performance eines Prozessors einschätzen zu können gibt es folgende Regeln:
Reale Kerne besitzen immer eine höhere Performance, als "virtuelle" Kerne. Trotzdem wirken sich HTT und SMT in sehr vielen Fällen positiv auf die Performance aus.
Wie viel schneller sind Mehrkernprozessoren?
In den Anfangsjahren der Mehrkern-Prozessoren, wurden diese oft mit folgender "Taktik" beworben:
Die Taktraten aller Kerne wurden addiert. Dabei wurde aus einem Pentium D mit 3 GHz ein Pentium D mit 6 GHz. Mittlerweile hat es sich bei vielen herumgesprochen, dass diese Rechnung so nicht richtig ist. Es gibt kein Programm, dass auf einem Zweikern-Prozessor doppelt so schnell läuft, wie auf einen Einkern-Prozessor. Maximal wird aktuell ein Faktor von ca. 1,9 erreicht. Hierbei muss angemerkt werden, dass dies nur wenige Programme schaffen. Wie stark ein Programm von mehreren Kernen profitiert, hängt von der Programmierung ab. Die Software muss die benötigten Befehle in mehrere Threads aufteilen können, damit diese von den einzelnen Kernen abgearbeitet werden können. Ist dies nicht der Fall, läuft die Software auf einem Mehrkern-Prozessor theoretisch genau null Prozent schneller. In der Praxis wird der Unterschied etwas größer sein, da Programme im Hintergrund, und auch Windows selbst, etwas Rechenleistung benötigen. Diese Grundlast kann bei mehreren Kernen von anderen Kernen übernommen werden. Deshalb ist der Einsatz eines Multikern-Prozessors heute immer empfehlenswert.
Eine entscheidende Frage: Mehr Takt oder mehr Kerne?
Hat man einmal das Budget für den Kauf des Prozessors festgelegt, stellt sich oft diese Frage. Leider kann man sie nicht problemlos beantworten. Die Antwort hängt wie immer von den eingesetzten Programmen ab. Sind diese, oder besser gesagt die Mehrzahl der eingesetzten Programme, für mehrere Kerne optimiert, so bieten es sich an, einen Prozessor mit mehr Kernen zu wählen. Da nicht jeder die Anforderungen aller seiner Programme kennt, würde ich zur Auswahl die oben aufgestellte Tabelle nutzen. Aus zwei weiteren Gründen würde ich außerdem immer zu mehr Kernen, als zu mehr Takt, raten. Die Zukunft: neue Programme werden verstärkt daraufhin optimiert, viele Kerne zu unterstützen. Mehr Kerne werden sich also in der Zukunft positiv auswirken.
Der Taktunterschied: oftmals liegt der Taktunterschied bei wenigen hundert Megahertz. Ein nur z.B. 10-20 Prozent höher getakteter Prozessor wirkt ist kaum in der Benutzung aus. Steigt die Anzahl der Kerne allerdings z.B. von zwei auf drei, können einige Programme fast 50 Prozent schneller arbeiten. Kerne freischalten - der günstige Weg zu mehr Leistung In letzter Zeit hat sich das Freischalten von Kernen zu einem regelrechten "Volksport" entwickelt. Beim Kauf der Hardware war die Möglichkeit des "Unlockens" für viele Käufer ein entscheidendes Kaufargument. Nicht zu unrecht, denn zeitweise ließen sich bei vielen Prozessoren deaktivierte Kerne wieder aktivieren. Mit Glück konnte man aus einem Athlon II X2 einen X4 machen. Zwei statt vier Kerne - und das für null Euro. Auch deaktivierter Cache konnte des Öfteren wieder freigeschaltet werden. Die Preisersparnis zum verkauften Prozessor mit diesen Werten, lag im günstigsten Fall bei bis zu 50 Prozent.
Warum gibt es überhaupt die Möglichkeit Kerne freizuschalten?
AMD verfolgt bei der Produktion ihrer Prozessoren ein einfaches Ziel: den Ausschuss minimieren. Mit steigender Anzahl der Kerne, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass einer oder mehrere Kerne defekt sind. Für AMD ist dies kein größeres Problem. Ist bei einem Vierkern-Prozessor z.B. ein Kern defekt, kann er auch als Dreikern-Prozessor - mit einem deaktivierten Kern - verkauft werden. Da die Nachfrage nach Zwei- oder Dreikern-Prozessoren in der Anfangszeit von AMD durch teildefekte Prozessoren nicht gedeckt werden konnte, hat sich AMD wohl dazu entschlossen, eigentlich funktionstüchtige Vierkern-Prozessoren mit deaktivierten Kernen, als Zwei- oder Dreikern-Prozessoren zu verkaufen. Ein weiterer Grund für freischaltbare Kerne kann auch eine sehr strenge Endkontrolle in der Fertigung sein. Erreicht ein Prozessor mit allen Kernen nicht die definierten Vorgaben, wird er solange "beschnitten", bis diese erreicht werden. Dem Käufer dieses Prozessor wird dieser Fehler nach dem Aktivieren nicht auffallen, solange der Prozessor mit seinen Einstellungen stabil läuft. Fazit Kerne freischalten: Die Anzahl der Prozessoren mit freischaltbaren und funktionstüchtigen Kernen nimmt wohl immer weiter ab. Nach anfänglichen großen Erfolgschancen, liegen diese nach allgemeinen Erfahrung, bereits nur noch im unteren zweistelligen Bereich; unterschiedlich je nach Prozessor und Herstellungsdatum. Aus diesem Grund sollte man keinen "schlechteren" Prozessor kaufen und dann auf eine mögliche Freischaltung von zusätzlichen Kernen hoffen. Wer nur einen Zwei- oder Dreikern-Prozessor benötigt, kann sei Glück natürlich versuchen und kostenlos an mehr Leistung kommen.
Was braucht man zu Freischaltung?
Ein Mainboard, das die ACC (Advanced Clock Calibration) unterstützt und mindestens eine Southbridge vom Typ SB710 oder neuer besitzt.
Die Prozessor-Kaufberatung (Stand Juni 2010)
(Preise der Boxed-Versionen; die Taktangaben eigenen sich nur innerhalb einer Architektur zum Vergleich)
bis 50 Euro:
AMD Athlon II X2 240: Zweikern-Prozessor mit 2 x 2,8 GHz
bis 75 Euro:
AMD Athlon II X3 435: Dreikern-Prozessor mit 3 x 2,9 GHz
bis 100 Euro:
AMD Athlon II X4 630: Vierkern-Prozessor mit 4 x 2,8 GHz
bis 150 Euro:
AMD Phenom II X4 955: Vierkern-Prozessor mit 4 x 3,2 GHz und L3-Cache
bis 250 Euro:
Intel Core i7-860: Vierkern-Prozessor mit 4 x 2,80 GHz und SMT
über 250 Euro
Hier muss man sich die Frage stellen, ob sich größere Prozessoren überhaupt lohnen. Die Preisstrategie von Intel lässt dies kaum zu. Bereits wenige MHz mehr führen zu einem Preisanstieg von fast 100 Prozent.
Nur die beiden Sechskern-Prozessoren (AMD Phenom II X6 1090T, Intel Core i7-980X EE) stechen aus dem Feld der Prozessoren heraus. Wer die maximale Rechenleistung benötigt, wird beim Intel Core i7-980X EE für knappe 920 Euro landen. Dafür erhält man brachiale Power, die alle anderen Prozessoren in den Schatten stellt.
Spezialfälle:
Wer eine möglichst hohe Rechenleistung auf einem oder zwei Kernen benötigt, der liegt mit dem Intel Core i5-661, i5-670 oder gar dem i5-680 richtig. Bei bis zu 3,60 GHz (ohne Turbomodus) erreicht hiermit die höchste Rechenleistung. Overclocking:
OC-Profis greifen gerne zum Intel Core i5-750 oder dem Core i7-860. 4 GHz sind damit in sehr vielen Fällen ohne größere Probleme möglich.
Die neue Serie von kmg - Dateiformate
In diesem fünfteiligen „Tutorium“ geht es um Dateiformate. Hier wird geklärt, welches Dateiformat wann eingesetzt werden soll.
-> Teil 1: Dateiformate für Dokumente
Teil 2: Dateiformate für Archive mit Datenkompression
Teil 3: Dateiformate für Bilder/Grafiken
Teil 4: Dateiformate für Musik
Teil 5: Dateiformate für Videos
Teil 1: Dateiformate für Dokumente
Viele werden es kennen, man bekommt zum Beispiel von einem Freund/Bekannten/Arbeitskollegen Informationen im Anhang einer Email geschickt. Nachdem man die Datei herunter geladen hat und diese öffnen will, tut sich nichts. Hm, was ist jetzt los? Oh nein, das benötigte Programm ist nicht installiert oder es ist nicht aktuell genug. Benutzer von Word 2000, zu denen ich im übrigen auch noch gehöre, wissen davon zu berichten. Word 2000 weigert sich zum Beispiel, Word Dokumente, die mit neueren Versionen und keinen Kompatibilitätseinstellungen gespeichert wurden, zu öffnen. Natürlich kann man durch die Installation von zusätzlichen Plugins derartige Probleme oft lösen, aber ärgerlich und vor allem zeitaufwändig ist es trotzdem.
Welche Dateiformate sollte man bei Dokumenten nutzen, um den Empfängern deren Nutzung zu erleichtern?
Proprietäre Lösungen sind hier meistens fehl am Platz, da deren Erstellungssoftware oftmals nur auf einer Plattform verfügbar ist. Hier nun drei Dateiformate für Dokumente, die auf so gut wie jeder Plattform und mit fast jeder Software geöffnet werden können.
TXT
Dieses Dateiformat kennt wohl jeder. Für einfache Texte ohne Formatierung sind TXT-Dateien völlig ausreichend. Programme zum Öffnen und Bearbeiten von TXT-Dateien:
- Texteditor
- Wordpad (auf jedem Windows vorhanden)
- Alle Office-Programme
RTF (Rich Text Format)
Viele werden dieses Dateiformat nicht kennen bzw. es noch nie benutzt haben, aber RTF ist neben TXT das Standard-Dokumentenformat unter Windows. Im Gegensatz zu TXT können im RTF-Dokument die Texte formatiert werden. Viel mehr ist für die Weitergabe von Informationen kaum nötig.
Programme zum Öffnen und Bearbeiten von RTF-Dateien:
- Wordpad (auf jedem Windows vorhanden)
- Alle Office-Programme
Alle die noch mehr wollen, müssen das Portable Document Format, kurz PDF, benutzen. Neben dem Vorteil, dass sich PDF-Dateien nicht ohne Aufwand manipulieren lassen, können in PDF-Dateien auch Grafiken eingebunden werden. PDF Reader sind für alle Betriebssysteme kostenlos verfügbar und können aus dem Internet herunter geladen werden. Mittlerweile unterstützen auch viele Mobiltelefone das PDF-Format.
Programme zum Öffnen von PDF-Dateien:
- Adobe PDF-Reader
- Foxit PDF Reader
- Office (ab Version 2007)
- Texteditor, Wordpad, Alle Office-Programme + PDF Writer z.B. PDFCreator (kostenlos)
Nach dieser kleinen Einführung sollte nun jeder wissen, in welchem Dateiformat man ein Dokument verschicken sollte.
Mein Tipp: Vollständig fertig gestellte Dokumente würde ich immer als PDF verschicken. Zum einen kann - wie oben schon erwähnt – keiner diese Dateien ohne größeren Aufwand verändern, zum anderen gibt es für jedes „richtige“ Betriebssystem (Windows, Mac, Linux, FreeDos, Solaris, ...) einen PDF-Reader. Das PDFs auch auf vielen Mobiltelefonen oder Handheld-PCs geöffnet werden können, macht PDFs noch attraktiver. Die Einbettung von Grafiken und Schriften lässt das PDF-Format zum Allrounder werden.











































