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Die Camcorder-Kaufberatung

Auch wenn Bilder nicht "out" sind, ist der Trend in Richtung Film ungebrochen - und das schon seit bestehen dieses Mediums.
Der Grund: Für viele Situationen ist das Medium Film einfach besser geeignet, als ein Standbild. Verantwortlich dafür ist sicherlich auch die Kombination von Bild und Ton. Damit werden statt einem Sinn, zwei Sinne angesprochen. Emotionen können leichter geweckt, außerdem ist ein Film lebendiger als ein Bild - das Leben ist schließlich kein Standbild. Während Filmen früher ein aufwendiges und teures Hobby war, hat die Digitalisierung diesen Prozess wesentlich vereinfacht: Kamera anmachen und auf den "Record-Knopf" drücken. Will man die Aufnahmen betrachten, kann man dies schnell und einfach direkt in der Kamera tun, oder die Videos auf den PC übertragen.

Während zu Beginn der "Digitalen-Ära" die Videos noch auf Bänder aufgezeichnet wurden, sind Speicherkarte heute das am weitesten verbreitete Speichermedium.
Die Vorteile liegen auf der Hand: klein, robust und variabel einsetzbar. Deshalb werden in dieser Kaufberatung nur Camcorder mit SD-Karten als Speichermedium vorgestellt.

Die Modelle
Kategorie: Low-Budget
Preis: unter 200 Euro
Was kann man erwarten: wenig Funktionen, kaum Einstellungen
Beschreibung: Die Modelle dieser Preisklasse kann man grob in vier Gruppen unterteilen:

1. Auslaufmodelle:
Darunter fallen die vereinzelt noch auffindbaren DV-Camcorder, die auf Band aufzeichnen oder DVD-Camcorder die Mini-DVDs nutzen - und sich aus vielen Gründen nie richtig durchgesetzt haben.
Bewertung: alte Technik, keine HD-Videos. Von diesen Geräten sollte man in der Regel die Finger lassen!

2. Einsteiger-Camcorder:
Hierunter fallen die Low-Budget-Geräte der großen Hersteller, die auch in diesem Marktsegment ein Stück vom Kuchen abhaben wollen.
Bewertung: Kleine Sensoren, keine HD-Videos, kaum Einstellmöglichkeiten. Nur die ganz anspruchslosen werden mit diesen Geräten glücklich werden.

3. Billig-Modelle von "Marken-Herstellern":
unbekannter Hersteller, aber als Marke gepriesen; dazu eine ultra-tolle HD Bildqualität: genau so werden diese Geräte verkauft
Bewertung: Meistens sind es aber eher billige und dazu noch schlechte Digitalkameras. Oft fehlt der optische Zoom und die Bilder werden vorsteinzeitlich auf hohe Auflösungen interpoliert. Die Videos sind - auch wenn ein HD im Namen steht - nur selten zu gebrauchen. Nur die Form erinnert an einen Camcorder, sonst haben diese Geräte mit echten Camcordern nichts zu tun = sinnlos ausgegebenes Geld.

4. Pocket-Camcorder für die Hosentasche:
Die Pocket-Camcorder haben für eine kleine Revolution im Low-Budget Camcorder-Segment gesorgt. Diese Modelle sind für den Alltag gemacht, das "real life" steht als Thema im Vordergrund. Die Geräte besitzen kaum Funktionen und keinen optischen Zoom. Hm, also eigentlich kann man diese Geräte doch zu Kategorie drei zählen? Nein, kann man nicht! Denn diese Pocket Camcorder - auf den Namen Pocket darf man sich allerdings nicht versteifen, denn auch Modelle aus der Kategorie 3 nutzen diesen gerne - verfolgen einen völlig anderen Zweck. Sie prahlen nicht mit Werten, sind klein, leicht, robust und sehr günstig. Neben Full-HD nehmen die meisten Geräte die Videos in 720p auf - für diesen Zweck ausreichend. Die Bild- und Tonqualität dieser Geräte ist erstaunlich gut. Und das Wichtigste: man hat sie immer dabei. Natürlich sind sie für das Filmen des Sommerurlaubs nur äußerst eingeschränkt geeignet - aber das behaupten sie von sich auch nie.
Bewertung: Wer einen Pocket-Camcorder kauft, muss wissen worauf er sich einlässt. Für den täglichen Ggebrauch und das Video zwischendurch sind sie auf jeden Fall gut geeignet.

Die Zusatzkategorie: Digitalkameras mit Videofunktion;
Während die ersten Digicams oft nur kleine Auflösungen und mit schlechter Tonqualität aufzeichnen konnten, hat sich dies in der letzten Zeit deutlich geändert. So gut wie jedes neue Modell kann in 720p filmen. Auch die internen Mikros werden besser und liefern zu mindestens einen ausreichenden Ton. Die besten Digicams mit Videomdos kosten zwar noch mehr als 200 Euro, aber auch unterhalb dieser Grenze kann man brauchbare Ergebnisse erzielen. Der nette Nebeneffekt: die Bilder sind deutlich besser als bei einem "echten" Camcorder.
Bewertung: Wer nur das ein oder andere Video drehen will, liegt hier richtig.

Der Leistungs-Tipp:

Bis auf Spezialfälle (siehe Pocket-Camcorder, Digicams) gibt der Preisrahmen bis 200 Euro nicht viel her. Eine Ausnahme liefert der Hersteller Sanyo. Dessen Xacti Modelle kommen in Tests regelmäßig besser weg, wie die gleich teuere Konkurrenz.
Ein sehr gutes Modell für unter 200 Euro: Sanyo Xacti CG20 (1080i, 5x optischer Zoom, gute Bildqualität, einfach Bedienung)
Wunder, gerade bei wenig Licht, darf man natürlich trotzdem nicht erwarten. Für diesen Preis bietet die CG20 aber ein ausgewogenes Konzept.
Links: Sanyo Xacti CG20 bei Geizhals
Sanyo Xacti CG20 auf der Herstellerseite